30.5.19

Auffahrt

Eben habe ich einen "alten" Mailaustausch, der sich über mehrere Jahre erstreckt hat und immer wieder an diese Seite angeknüpft hat, gelesen. Es erschüttert mich zu spüren, was sich in den vergangenen drei, fünf, neun Jahren alles verändert hat, was verschwunden und gebrochen ist, was ich verloren habe, weil ich nicht daran glauben konnte, weil ich es nicht genährt, sondern versteckt habe.
Heute sehe ich meine fast oder ganz erwachsenen Kinder und spüre die Spuren, welche ich in ihren Leben hinterlassen habe, auch jene, welche sie nun schmerzen und behindern. Ich habe viel zerstört, soviel aufeinander zu verhindert oder abgeblockt. Schliesslich sind das immer Schmerzen, die ich auch mir selber zufüge.
Durch diese Erkenntnis muss ich jetzt durch, mich ihr stellen, und diesmal vielleicht wirklich den Mut haben, aufzustehen.
Warum ich dies heute und hier schreibe, weiss ich nicht so genau. Vielleicht erschüttert mich die Vergänglichkeit zusehr, als dass ich ihr alles hingeben möchte. Vielleicht sehne ich mich nach dem Mut, der jenseits des Schutzwalles den Boden pflügte. Vielleicht ist es bloss das letzte Aufbäumen, bevor es still wird. Ich weiss es nicht.

8 Kommentare:

  1. Du Liebe, ich habe immer wieder bei dir gelesen. Mag deine Texte sehr. Erschüttert hat es mich, wie viel du durchmachen musstest. Sei auch gnädig mit dir selbst und nutze die Erkenntnis. Verletzungen können geheilt werden, wenn man es denn will und aufeinander zu geht. Viel Mut dafür.

    Alles Liebe
    Die Großfamilienmama

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  2. „Man kann niemanden zu oft in den Arm nehmen …

    Man kann nie zu oft flüstern :
    „ Ich hab dich lieb !“

    Man kann nie zu oft sagen :
    „Schön , dass es dich gibt !“

    Man sollte viele Dinge einfach tun,

    denn wir wissen nicht,
    was morgen ist …“

    Susanne Reich
    Liebe Gabriela ,

    Du hast alles so gut gemacht , wie Du es konntest und soweit Deine Kräfte reichten. Jetzt darfst Du zu Dir selber auch lieb und nachsichtig sein und zuversichtlich in die Zukunft sehen .
    Hab am verg. Sonntag am Frühlingsfest an Dich gedacht ;o)
    Herzlicher Gruss,
    Maria

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  3. Liebe Gabriela,
    Mein Herz antwortet: "Ja, der Weg in die Tiefe zu sich selbst, zu den alten Mustern, Verletzungen, Schmerzen ist nicht leicht und ja er tut unfassbar weh, aber nach und nach geschieht dadurch Heilung und Wunder geschehen. Wie du weißt habe ich mein Leben in den letzten 4 Jahren komplett auf den Kopf gestellt, keinen Stein auf dem anderen gelassen, viel viel gefühlt geweint und sicher auch verletzt, aber heute kann ich sagen, es hat sich gelohnt, es wird soviel heller und heiler als es je war und jeder einezelne schritt, jeder Schmerz, jede Verletzung gehören dazu.
    Schau nicht nur auf das, wo du glaubst verletzt und zerstört zu haben, sondern auch auf das Viele und die vielen, die du zutiefst berührt, bewegt und gewärmt hast. Ohne Dich und Mirjam wäre ich heute auch nicht da, wo ich bin. Und ja, am Ende sind wir alle nach außen gegenüber den anderen nur so heil wie wir innen heilen konnten. Aber andere können daran auch wachsen! Ich umarme Dich und wünsche dir aus ganzem Herzen, dass du deinen Weg zum "ganz werden" weitergehst.
    Deine Judith

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  4. Ich schicke dir eine kleine Umarmung,deine Seite,deine Offenheit und deine Texte haben mich sehr berührt. Und wer versteht kann auch leicht verzeihen. Du dir selbst und alle von denen du denkst es gebe etwas zu verzeihen. Ein kleiner Gruß und so schön von dir zu hören.Gabi

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  5. Liebe Frau Aufeinander-Zu...

    vielleicht kannst du dir kaum vorstellen, wie wertvoll es ist, wenn eine Mutter einfach darum weiß, dass es das gibt; dass sie (auch! Und längst nicht nur!) so gewirkt hat auf das Leben ihrer Kinder. Wenn eine Mutter sagt: Ich sehe es, ich stelle mich dem, dass es das auch gibt, dann ist das einfach... ja, heilsam, finde ich. Wichtig. Dialog-erhaltend, im MenschenLebensDialog.

    Herzliche Grüße
    Melanie

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  6. Rückwirkend meint eine oft, sie hätte es besser / anders / schöner / klüger / weitsichtiger machen sollen / können / müssen.

    Eine kann doch im Moment nur so handeln, wie sie handeln kann.

    Ahoi und liebe Grüße

    Oona

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  7. Huch, was taucht den da in meinem Feedreader auf? Da der Blog in der Liste etwas nach unten gewandert ist, habe ich den Post erst jetz entdeckt.
    Ich kann die Zeilen von Oona nuch unterschreiben.
    In dem jeweiligen Moment war es genau das Richtige für Dich!

    Viele Grüße aus dem sächsischen Forsthaus, in dem auch in diesem Frühjahr wieder Mirjam-Akelei blühten.

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  8. Ich denke grad ganz fest an Dich...ich nehme "uns" in den Arm
    Elisabeth

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